Portrait einer Mutter mit Baby. Foto: M. Eram / DRK e.V.

Beratung zu Mutter-/Vater-Kind-Kuren

AnsprechpartnerinJutta Eilert Tel: 05181 / 70 8 - 0
sozialarbeit(at)drk-alfeld(dot)de
Was für viele Menschen selbstverständlich ist, ist für Mütter und Väter häufig Luxus: Zeit für sich zu haben, Ruhepausen zum Auftanken einlegen oder eine hartnäckige Krankheit richtig auskurieren zu können. Stress, Überlastung, Erschöpfung und das Gefühl, ausgebrannt zu sein, äußern sich oft in Hautproblemen, Rückenbeschwerden, Migräneanfällen oder hartnäckigen Schlafstörungen. Bei einer Mutter-/Vater-Kind-Kur bekommen die Eltern endlich einmal die Gelegenheit, abzuschalten.  Die Kur- und Erholungsarbeit gehörte schon immer zu den Aufgaben des Roten Kreuzes und zählt zu den ältesten sozialen Arbeitsfeldern. Unser Kreisverband arbeitet hauptsächlich mit Kurheimen an der See zusammen. Hier haben auch berufstätige Mütter und Väter wieder einmal Zeit für ihre Kinder - und für sich.  Neben der klassischen Schulmedizin werden auch alternative Heilmethoden angeboten. Gespräche mit Therapeuten vervollständigen das Angebot, so dass die Mütter nach drei Wochen wieder gestärkt für den Alltag nach Hause fahren.  Die Mutter-/Vater-Kind-Kur wird von einem Arzt verordnet. Wir beraten Sie gern, kümmern uns um die Vermittlung eines Kurplatzes und helfen Ihnen bei der Erledigung der weiteren Formalitäten.  Leichter zur Mutter-/Vater-Kind-Kur:
Wer eine Mutter-/Vater-Kind-Kur machen will, muss sich künftig um die Bewilligung weniger Sorgen machen: Die Erholungsaufenthalte gehören seit dem 1. April zu den Pflichtleistungen der Gesetzlichen Krankenkassen.

Wozu Mutter-/Vater-Kind-Kuren?

Sie sind erschöpft? Kindererziehung, Haushalt, Beruf, ein Trauerfall oder ein zu pflegender Angehöriger können Mehrfachbelastungen sein, die Ihre Gesundheit beeinträchtigen oder gefährden.

An wen richten sich unsere Angebote?

  • Mütter mit ihren Kindern oder allein
  • Väter mit Kindern
Die Muttervorsorge oder Mutter-, bzw. Vater-Kind-Vorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen bieten Ihnen die Möglichkeit, sich für einen Zeitraum von drei Wochen außerhalb Ihrer gewohnten Umgebung zu bewegen. In den DRK-Einrichtungen lernen Sie, sich von den Anforderungen des Alltags zu erholen, neue Kräfte zu sammeln, und die eigene Rolle in der Familie zu reflektieren. Zugleich lernen Sie neue Wege kennen, mit den Mehrfachbelastungen umzugehen.

Wie läuft das Antragsverfahren ab?

Jede Mutter und jeder Vater in Familienverantwortung hat Anspruch auf eine Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme. Seit dem 01. 07. 2007 sind Maßnahmen zur Muttervorsorge und zur Mutter-, bzw. Vater-Kind-Vorsorge eine Pflichtleistung der Krankenkasse. Voraussetzung ist, dass die medizinische Notwendigkeit von einem Arzt oder einer Ärztin attestiert wird. Wir empfehlen Ihnen, die DRK-Beratungsstelle Ihres Kreis- oder Ortsverbandes schon vor dem Arztbesuch aufzusuchen. Hier nimmt man sich Zeit für Sie und berät Sie kostenlos. Mit der Beraterin vor Ort besprechen Sie die Bedürfnisse, die sich aus Ihrer persönlichen Lebenssituation ergeben. Sie erhalten alle notwendigen Unterlagen, wie etwa Attestformulare, die der Arzt oder die Ärztin zur Beantragung benötigt. Nach Vorlage des Attestes übernimmt die Beraterin die Antragsstellung bei der Krankenkasse und hilft Ihnen im Fall einer Ablehnung bei der Formulierung des Widerspruchs.
Beratung zu Mutter Kind KurenFoto: M. Eram / DRK e.V.

Wer übernimmt die Kosten?

In der Regel übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten einer stationären Maßnahme. Es verbleibt für Sie der gesetzliche Eigenanteil in Höhe von 10,00 Euro pro Kalendertag. Kinder müssen nichts zuzahlen. In Härtefällen berät Sie Ihr DRK-Kreisverband über andere Finanzierungswege und Zuschussmöglichkeiten.

Wo kann ich mehr erfahren?

Die Beraterin im DRK-Kreisverband informiert Sie über Vorsorge- und Nachsorgeangebote im Rahmen der Familienarbeit und Gesundheitsförderung und weist auf entsprechende Angebote hin.  Sie ist Ihr Ansprechpartner für alle im Zusammenhang mit der Maßnahme auftretenden Fragen, wie z.B. zu der jeweiligen Einrichtung, oder zur Versorgung pflegebedürftiger Angehöriger für die Dauer des Aufenthaltes. Gerne übernimmt die DRK-Beraterin die Reservierung in einer geeigneten DRK-Einrichtung für Sie.